Archive for the 'Korea' Category

Seouldusche

Es schüttet hier ordentlich und blitzt und donnert. Ein Tag zum Lesen und Kaffee trinken.

Wasserhärtetest für das Zelt… nein nein so sauer ist der Regen nicht auch wenn in Seoul dicke Luft ist.

Dazu fällt mir eine Unterhaltung mit einem Radfahrer wieder ein: “Do you cycle to work too?”
“No no, the air is too bad, I take the car.”
Keine weiteren Fragen.

Seouls Hausberge Inwangsan und Bugaksan

Beschwingten Fusses lassen sich die Hügelchen Inwangsan und Bugaksan erreichen und überqueren. Vom Inwangsan aus breitet sich gar ein 360° Panorama aus und man sieht ganz viel Seoul. Überall. Heute versteckt es sich im Wasserdampf, aber man weiß, es ist da.

20140621_suedkorea_seoul_namwansan_panorama

Lerne das koreanische Wort für “Luftpolsterfolie” und habe es wieder vergessen. War aber lustig, da es sich am Geräusch orientiert :-) .  Trotz dieses sprachlichen Fortschritts fühle ich mich in einem Chinarestaurant in dem die Speisekarte mit den wunderbaren Schriftzeichen abgefasst ist noch besser aufgehoben als in einem Bulgokischuppen. Studiere die Karte, bestelle und bekomme das was vor dem kulinarischen Auge schwebte serviert *schulterklopf*. Kann sogar mit der Bedienung scherzen. Mit koreanischen Bedienungen war das schwieriger. Diese haben mir dafür Gabeln gebracht damit ich nicht verhungere.

Habe heute glücklicherweise eine “alte” koreanische Bekannte an der Seite die z.B. dem Folienverkäufer meine Reisehistorie näher bringt, erhalte daraufhin Rabatt.

Fahre mit meiner Luftpolsterfolie in der U-Bahn ins Hotel bzw. auf dessen Dach.  Alles prima.

My tent is my castle – auch in Seoul

20140621_suedkorea_seoul_zelt_dach

Mein neuer Wohnort in der Hauptstadt :-) .

Da soll noch einer sagen, man könne in Seoul nicht zelten.

Klangzauber

Verbringe den Abend im “Banjul”, einem wunderbaren Ort, der nach dem Vorbeispazieren an Essensständen und an Läden für schönere Haut fast schon surreal wirkt. Diese kreative Oase der Kunstsinne erscheint in einer Kommerzwüste wie eine Parallelwelt.

Daher en blanco y negro.

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Palastwache – kein leichter Job

…und die zwei Frauen haben noch richtig Abstand gehalten!

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Bislang nur zu Fuß und mit dem Rad unterwegs :-) .

Seoul

20140619_suedkorea_seoul_hangang_ortseingangsschild

Nähere mich einem nebelverhangenem Seoul entlang des Han Flusses. Es herrscht durch die vielen Straßen ein Lautstärkepegel den ich gar nicht mehr gewohnt bin.

Die Symbole der Frauenparkplätze verwundern mich. Rosa mit Rock. Aaaaah. Ich hätte noch ein Bügeleisen hinzugefügt… habe leider keine Kreide dabei.
20140619_suedkorea_seoul_frauenparkplatz_rosa

Am Fluss ist auch Platz für andere Sportarten. Auch Kitesurfen, mir juckt es in den Fingern… später.

Wie so oft habe ich bald einen Begleiter. Somit dauert die Reise mit einem Abstecher zum Seoul Tower etwas länger. Sehr nett.

20140619_suedkorea_seoul_namsan_tor

Wohne in Namsan im Guesthouse mit Garten.
50 km
400 hm
bewölkt

Bukhangang

Starte spät und folge dem Bukhangang.
Treffe nur zwei Radler mit Gepäck. Ihr Plan: Heute 70 km auf’s Land, morgen zurück in die Stadt.

Ansonsten stemple ich fleißig meinen Radpass und unterhalte mich wie schon so oft auf Koreanisch/Deutsch darüber mit anderen Passinhabern. Bin beeindruckt wie manisch das Stempeln betrieben wird. Manche haben schon mehrere Pässe gefüllt. Pro absolviertem Radweg gibt es einen Aufkleber und für alle Radwege gar Medaillen wie mir Blicke in die Trophäenfotosammlung diverser Telefone gezeigt haben.

20140618_suedkorea_bukhangang_stemepl_radpass

Endlich wieder Pizza :-) .
Freu mich auf Seoul. Und muss an meiner weiteren Reiseplanung arbeiten!

73 km
300 hm
Motel in Hanam

Powerade Mountain Blast

Haha. So und so ähnlich heißen die isotonischen Getränke die gern in der Farbe Blau angeboten werden und mit denen ich im Bett liegend wieder die verlustig gegangenen Elektrolyte in den Körper fülle.

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Habe den Tag über geschlafen.

Vielleicht radle ich morgen weiter.

Mein Zimmer ist ok aber, und diese Regel gilt fast immer, so alt wie die Dame am Bauchnabelfenster des Motels.

Ein Ginkgo vor dem Fenster lässt Kuratmossphäre aufkommen.

Wenn ich das Handy aus dem Badfenster halte habe ich sogar Netz und über dieses schicke ich das jetzt ab, denn es gibt wirklich nicht mehr zu berichten…

0 km

Nachtrag: ‘Mountain Blast’ schmeckt nach schlimmem Bonbon. Die Zähne erzittern bei so viel Zucker. Igitt.

Zurück in Vermummistan

20140615_suedkorea_gangwondo_zelt_am_morgen

Genieße den Sonnenaufgang und drehe mich noch einmal rum. Kaffee in herrlicher Ruhe.
Radle los, der 2 km lange Tunnel sorgt für Gänsehaut.

20140615_suedkorea_bukhangang_lotus

Unten im Tal erscheint bald der Startpunkt des Bukhangang Radwegs, 115 km. Prima, Gehirn ausschalten und treten. Bei km 99 endet dieser abrupt. Folge ab da einem schmalen Waldpfad direkt am Fluss und bin von der vielfältigen Flora und Fauna ganz angetan. Wird mit den Flussradstraßen auch dieses Stück Natur noch zubetoniert?
Nach einem km Wildnis geht es nicht mehr weiter. Zurück und über die Straßen bis km 78 wo ich wieder Vermummistan erreiche. Radlergruppen in buntem Lycra. Manchmal komplett gleiche Muster. Tuch vor dem Gesicht und Sonnenbrille. Tragen die Namensschilder oder wie weiss man, wer wer ist?

Sehe eine Brückenbaustelle und gucke interessiert hoch und denke mir nach allem was ich beobachtet habe, dass die Koreaner ihr Land gar nicht schnell genug zubetonieren können.
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20140615_suedkorea_bukhangang_platter_nagel_bruecke
Der Betongott duldet derlei Kritisches nicht und legt lange Nägel aus. Puff ist die Luft raus. Flicken und ab ins Motel wo dann auch noch der Magendarmtrackt eine Generalreinigung fordert… neeeeiiin.

86 km
440 hm
sonnig, diesig

Ich liebe Tunnel

Gucke früh aus dem Zelt. Zwei Männer holen an der Quelle gegenüber Wasser. Als sie das Rad sehen schenken sie mir  Nudeln. Zwei Becher, weil ich ja nicht allein unterwegs sein könne.

Geniale Panoramastrecke durch Gangwondo. Viel in Regenwurmmanier durch die Berge getunnelt, herrlich kühl in diesen Röhren die beleuchtet sind, so dass man die Sonnenbrille auflassen kann.

Finde hocherfreut am so genannten Peace Dam einen Radweg dem ich folge. Dieser führt direkt in die Gewehrläufe zweier MGs die sich in den Händen zweier Burschen mit dunkel gerahmten Brillen in Uniform befinden. Wende.

Wenig Verkehr von den riesigen grünhaarigen Schmetterlingsraupen die unvorsichtigerweise die Straße queren abgesehen.

63 km
1070 hm
sonnig und heiß
Zelte auf Aussichtspunkt mit riesigem Drahtgestell das aussieht wie eine Ente an Straße 460 mit Panoramablick.
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